Von Längen und Breiten – 5. Kiwanis-Classic im Zeichen der Maße

//Von Längen und Breiten – 5. Kiwanis-Classic im Zeichen der Maße

Von Längen und Breiten – 5. Kiwanis-Classic im Zeichen der Maße

Mit Längen und Breiten sind nicht etwa Navigationshinweise gemeint, sondern schlicht und einfach die Maße der Oldtimer. Die sollte man bei der 5. Kiwanis-Classic gut kennen, denn die diesjährigen Übungen verlangten vom Fahrer gute Kenntnisse des eigenen Fahrzeugs ab. Aber dazu später mehr.

Die fünfte Ausgabe unserer Charity-Rallye begann wie in den Vorjahren auf dem Rathausplatz in Wuppertal-Barmen. Den Startschuss gab der Wuppertaler Oberbürgermeister und Schirmherr unserer Charity-Rallye Andreas Mucke, woraufhin ein Top-restaurierter VW Bus T1 als Krankenwagen von der Notfallrettung Kießling um 10 Uhr startete. Ihm folgten im 30 Sekunden-Takt die nächsten beiden Generationen des VW Bus – der T2 und der T3 – ebenfalls als Krankenwagen vom Rettungsdienst Kießling.

Eine dreiviertel Stunde später waren alle Fahrzeuge vom Rathausplatz gestartet, um eine ca. 140 km lange Strecke durch Wuppertal, Hattingen, Witten, Bochum, Essen, Heiligenhaus und Velbert zu absolvieren.

Schon bald wartete nach den ersten Chinesenzeichen eine Kartenskizze darauf, als Pfadfinder zu dienen. Doch leider hat sich hier ein Fehler eingeschlichen: der richtige Weg war an einem kleinen Stück auf der Karte abgeschnitten. Für unsere Teilnehmer aber kein Problem. Die Profis haben dennoch schnell den richtigen Weg gefunden. Natürlich haben wir den entsprechenden Teil aus der Wertung genommen. Es sollte hier keinem ein Nachteil entstehen.

In dem Streckenabschnitt, der auf der Karte verzeichnet war, wartete eine Sonderprüfung, die auch schon letztes Jahr „angeboten“ wurde. Doch diesmal durften die Beifahrer nicht aussteigen, und der Fahrer musste nach Gefühl versuchen, den vorderen rechten Reifen exakt in ein markiertes Viereck zum Stehen bringen. Doch erstaunlicherweise schafften dies einige Fahrer sehr souverän.

Kurz darauf lauerte eine Negativkontrolle, die – leider, leider – viele aufgeschrieben haben. Denn wer genau hingeschaut hat, konnte sehen, dass der Weg rechts am Baumaffen mit der Nummer 5 vorbeiführte und damit nicht aufgeschrieben werden durfte.

Nach einigen Kilometern – vorbei am Kemnader See und der Bochumer Sternwarte – kamen die Teilnehmer zur Gleichmäßigkeitsrallye. Wer rechnen konnte, war klar im Vorteil und wusste, dass er nach exakt 14 Sekunden durchs Ziel fahren musste. Doch mit Rechnen allein war es nicht getan. Man sollte auch ein gutes Gespür für die Länge der Strecke und das Timing haben. Ein Teilnehmer –  der Profi Jörg Stursberg – hat es immerhin geschafft, mit 13,99 Sekunden ganz nah am Perfektionismus zu kratzen.

Nach einer Stärkung bei Meyer Menü in Hattingen ging es weiter – vorbei an der Henrichshütte und der Hattinger Altstadt Richtung Essen. Die Strecke führte über verwinkelte Straßen zum Schloss Schellenberg und dem Blücher Turm; weiter zum Baldeneysee und in Richtung Essen-Kettwig. Im Schlosshotel Hugenpoet dann der nächste Zwischenstopp. Unser Haus- und Hoffotograf Markus Hohmann vom HDAV-Studio Bergisch Land hat mit seinem Equipment wieder tolle Fotos geschossen. Die Leistung des Schlosshotels Hugenpoet begrüßte die Teilnehmer mit einem riesigen Aufegbot an frischem Obst in einer wirklich tollen Location. Und auch die Helfer wurden stets mit gekühltem Wasser versorgt. Vielen Dank an der Stelle für die Gastfreundschaft!

Es dauerte nicht mehr lang und Langenberg musste die nächste Prüfung absolviert werden. Auf dem Parkplatz der Firma Intensivfilter mussten die Teilnehmer Kühlerfiguren den richtigen Fahrzeugmarken zuordnen. Der Löwe von Peugeot und das „Flying B“ von Bentley waren dabei noch die einfachsten. Doch nicht nur das erwartete die Teilnehmer in Langenberg. Unser Gastgeber Intensivfilter hat kräftig die Werbetrommel gerührt. So waren nicht nur Schaulustige vor Ort, sondern auch die Pressevertreter von der WAZ.

Nach einer kurzen Fahrt durch das Windrather Tal mit seinen schönen Bio-Höfen landeten die Teilnehmer auf dem nächsten Parkplatz – diesmal von der Firma Mauell. Hier galt es, den eigenen Wagen so weit nach vorne zu bewegen, bis die Stoßstange hinten exakt auf einer Linie zum Halten kam. Und tatsächlich: es gab Teilnehmer, die das auf den Zentimeter genau geschafft haben. Und ein Teil von genau diesen Teilnehmern gehörte schließlich auch zu den Bestplatzierten.

Nach dieser „anstrengenden“ Aufgabe konnte man sich bei Kaffee und Kuchen im Haus Sondermann von den Strapazen erholen. Doch lang hat die Erholung nicht gewirkt, denn der nächste Halt war beim TÜV Wuppertal. Und wieder kam es auf das Geschick und Gespür des Fahrers an. Denn dieser musste Anweisung geben, wie weit 2 Stangen auseinander zu stellen seien, um exakt einen Meter breiter zu sein, als der eigene Wagen. Und auch hier gab es einen Spezialisten, der mit einem Zentimeter Abweichung mittig durch das Tor fuhr.

Nun war es nicht mehr weit und das Ziel war in Sicht. Um 15:45 Uhr kam das erste Fahrzeug auf dem Rathausplatz in Barmen wieder an. Hier wurden die Fahrzeuge von Passanten begrüßt. Jens Voss moderierte – wie auch schon am Morgen – die Fahrzeuge an.

Nach der – etwas verspäteten – Büffetöffnung begrüßte der Organisator Ralf Hochhardt vom Kiwanis-Club Wuppertal nochmal die Teilnehmer zur Preisverleihung. Nach einer kurzen Einführung stellte Prof. Dr. Wiesen die Arbeit der Aktion Kindertal vor. Die ist auch sehr wichtig, da in unserer Stadt leider immer noch sehr viele Kinder an der Armutsgrenze leben. Und das ist auch der Grund, warum es die Kiwanis-Classic überhaupt gibt. Denn als Cherity-Rallye wollen wir Spenden sammeln, mit denen die Arbeit der Aktion Kindertal unterstützt werden kann. Und dank der großzügigen Sponsoren und Teilnehmern konnten wir in diesem Jahr die bislang größte Summe überreichen – es sind sage und schreibe 11.000,- Euro als Erlös zusammengekommen.

Dieses Ergebnis schreit nach Wiederholung. Und deshalb möchten wir in 2018 auch die 6. Kiwanis-Classic organisieren. Wir freuen uns schon drauf…

Abschließend ein großes Dankeschön an alle Helfer, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

Fotoalbum von Markus Hohmann

Fotoalbum von Michael Trost

Ein langjähriger Teilnehmer hat ebenfalls einen Bericht geschrieben, Fotos veröffentlicht und ein Video gedreht. Vielen Dank an Philipp Sagitza für die schönen Bilder.

 

Von | 2017-06-16T14:37:24+00:00 14.06.2017|Allgemein|0 Kommentare

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